Führung und Selbstführung

Unternehmen bestehen aus unterschiedlichen Erwartungen, gemeinsam bestimmte Ziele zu erreichen. Das Prinzip, das diese Erwartungen nährt, sind unklare Vorstellungen vom Gelingen einer guten Zusammenarbeit, in der sich Einzelpersönlichkeiten frei entfalten können. Doch glaubt niemand wirklich an diese individuelle Entfaltungs- und Gestaltungsfreiheit. Anstatt der Gewissheit von Annahme und dem eigenen Gelingen zu vertrauen, bestimmen in Beton gegossene Zielvereinbarungen und Reportings und Entscheidungshemmnisse die Arbeitswirklichkeit vieler Führungskräfte. Misstrauen kontrolliert, Vertrauen führt, auch das Selbst. So sollte jeder kollektiven Führung individuelle Selbstführung vorausgehen. Das heißt auch, sich der eigenen Begeisterungsabsicht für gute Zusammenarbeit zu vergewissern. Führung kann gelingen, wenn sie Vertrauen schafft, Konflikte entscheidet, Erwartungen stört, Widerstandskraft stärkt und Macher machen lässt. In ihr wird der Unternehmensgeist sichtbar, jene kollektive Begeisterung über die Verwirklichung eines ganz bestimmten Zwecks.